Fachtage „Flüchtlinge und Jugendhilfe“ im September 2016

22.07.2016

Die Herausforderung für die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe durch die unbegleiteten Minderjährigen greift das Institut für Sozialplanung und Organisationsentwicklung (IN/S/O) auf und lädt die Leitungskräfte und JugendhilfeplanerInnen der Jugendämter zu zwei weiteren Fachtagungen nach Hannover am 13.09.2016  (insb. aus den nördlichen und östlichen Bundesländern) und Stuttgart am 27.09.2016 (südliche Bundesländer) ein. Prozessqualität, Berechnung von Personalbedarfen, Fallerfassung und Entwicklung von Prognosen sowie Handlungsoptionen der Jugendhilfe stehen in deren Mittelpunkt.

Den Ablauf können Sie nach Anklicken einer der beiden folgenden Links herunterladen: Hannover / Stuttgart. Kostenlose Anmeldung bitte unter info@in-s-o.de oder per Fax 032121482738.

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Die Kinder- und Jugendhilfe sieht sich seit Ende 2013 verstärkt mit Leistungsansprüchen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen konfrontiert. Bis Oktober 2015 konzentrierten sich die Leistungsansprüche für diese Personengruppe auf wenige Jugendämter.

Mit in Kraft treten des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher zum 1. November 2015 (Änderungen im SGB VIII) hat sich diese Situation geändert. Inobhutnahme, Leistungserbringung, Amtsvormundschaft sowie Wirtschaftliche Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreffen nun jedes Jugendamt.

Nach dem erfolgreichen Auftakt am 23.06.2016 in Köln laden wir Sie nun zur Tagung im Norden und Süden ein. Im Rahmen der Fachtagung werden Ihnen u.a. die Ergebnisse aus dem Projekt „ProLumA“ des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe (Prozessbeschreibungen zur Leistungserbringung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge/Ausländer/Ausländerinnen durch die öffentliche Jugendhilfe) und dem bayerischen Projekt „PeB“ (Personalbemessung der örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe in Bayern – Leistungsbereiche für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) vorgestellt. Andere relevante Veröffentlichungen werden einbezogen.

Vier Schwerpunkte für die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge werden im Rahmen der Fachtagung vorgestellt und mit den Teilnehmer/innen diskutiert.

  • Prozessgestützte Qualitätsstandards für die vorläufige Inobhutnahme (§ 42a SGB VIII), die Inobhutnahme (§ 42 SGB VIII), die Meldungen und Abrechnungen der Wirtschaftlichen Jugendhilfe sowie das Führen einer Amtsvormundschaft für umA
  • Personalbedarfsermittlung für die vorgenannten Leistungen
  • Erfassung der Leistungserbringung und Entwicklung von Prognosen
  • Flüchtlinge als Zielgruppe der Jugendhilfeplanung:
    Handlungsoptionen für alle Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe

Zu dem wollen wir Ihnen ein Forum bieten, miteinander über Ihre Erfahrungen und gute Modelle miteinander ins Gespräch zu kommen.

Fachtag „Flüchtlinge und Jugendhilfe“ in Köln – Impressionen

Trotz 32 Grad im Schatten diskutierten mehr als 20 Leitungskräfte und JugendhilfeplanerInnen auf der Fachtagung in Köln am 23. Juni 2016 zum Thema „Jugendhilfe und Flüchtlinge“. Ob Soziale Dienste, Vormundschaft oder Wirtschaftliche Jugendhilfe – zu allen Aufgabenbereichen wurden rechtliche, fachliche und organisatorische Fragen erörtert.

Impulsvorträge von Manuela Hastrich und Marco Szlapka zur Prozessqualität in der Leistungserbringung, Berechnung von Personalbedarfen, Fallerfassung und Entwicklung von Prognosen regten die Diskussion an. Praktische Erfahrungen in den Kommunen sowie weitere Handlungsbedarfe und -optionen der Jugendhilfe wurden mit den Referenten des Instituts für Sozialplanung und Organisationsentwicklung (IN/S/O) erörtert.

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Ein paar Bilder:

 

 

Prozessbeschreibungen zu Leistungen für unbegleitete ausländische Minderjährige in NRW (ProLumA)

10.05.2016

Die auf der NRW-Jahrestagung der Jugendamtsleitungen präsentierten Qualitätsstandards sind nun veröffentlicht.

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Das LWL-Landesjugendamt Westfalen hat mit den Stadtjugendämtern Bielefeld, Dülmen, Ibbenbüren, Marl und Paderborn sowie den Kreisjugendämtern Gütersloh, Lippe und Warendorf mit der Unterstützung von IN/S/O eine qualitative Prozessbeschreibung für die Aufgaben Inobhutnahme, Leistungserbringung, Amtsvormundschaft sowie Wirtschaftliche Jugendhilfe für unbegleitete ausländische Minderjährige entwickelt. In gemeinsamen Workshops wurden die notwendigen Ablaufprozesse zur Leistungserbringung und Leistungssteuerung unter Berücksichtigung des am 1. November 2015  in Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher und dem 5. AG KJHG NRW definiert und beschrieben. Die Ergebnisse wurden auf der NRW-Jugendamtsleitertagung im März 2016 vorgestellt und stehen nun als Datei allen Jugendämtern in NRW zur Verfügung (http://www.lwl.org/LWL/Jugend/Landesjugendamt/LJA/erzhilf/zas-andere-aufgaben/wjh/#anker-10). Es enthält weiterführende Links udn Materialien.
Für direkte Rückfragen können Sie sich auch an Marco Szlapka vom IN/S/O wenden (marco.szlapka@in-s-o.de).

PeB-Handbuch zu Leistungen für unbegleitete Minderjährige erschienen

Für die seit 01.11.15 zusätzlichen gesetzlichen Aufgaben der kommunalen Jugendämter liegt nun der prozessgestützte Qualitätsstandard

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Im Rahmen des Projektes „Personalbemessung der örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe in Bayern – PeB“ wurde jetzt das neue PeB Handbuch zu den Leistungsbereichen für unbegleitete Minderjährige veröffentlicht. Mit dem neuen Handbuch wird den gesetzlichen Änderungen vom 1. November 2015 Rechnung getragen. Unter anderem enthält das Handbuch Prozessbeschreibungen und mittlere Bearbeitungszeiten zur (vorläufigen) Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen (§§ 42 und 42a SGB VIII), zum Führen einer Vormundschaft für diese jungen Menschen und zu den Aufgaben der Wirtschaftlichen Jugendhilfe.

Die vorliegende Veröffentlichung, die wieder in Kooperation und Abstimmung zwischen dem Bayerischen Landesjugendamt, den kommunalen Spitzenverbänden, dem Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband und IN/S/O entstand, bietet die Grundlage, die Qualität der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern auch für die Zielgruppe unbegleiteter minderjährige Flüchtlinge (umA/umF) nachhaltig zu sichern. Gleichzeitig belegt sie, die Nachhaltigkeit des Projektes PeB für Qualität  und Standards in der bayerischen Kinder- und Jugendhilfe und die Fähigkeit, neue Anforderungen zu integrieren. Das Handbuch ist als PDF-Datei oder auch in gedruckter Form zu erhalten über das ZBFS, Bayerisches Landesjugendamt (http://www.blja.bayern.de/aktuelles/32368/index.php). Für direkte Rückfragen können Sie sich auch an Marco Szlapka vom IN/S/O wenden (marco.szlapka@in-s-o.de).

Externes Controlling für Landkreis Bad Tölz

11.12.2015

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Der Landkreis Bad Tölz–Wolfratshausen hat im Sommer 2015 das IN/S/O beauftragt, eine externe Untersuchung im Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes durchzuführen. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen dabei die Finanz- und Leistungsdaten der Jugendhilfe sowie die Ablauforganisation im Jugendamt.

Ein besonderes Augenmerk galt der mit den freien Trägern der Jugendhilfe im Landkreis getroffenen Vereinbarung zur Sozialraumorientierung der Jugendhilfe. In Form eines Zwischenberichtes stellte nun das IN/S/O in der November-Sitzung dem Kreisausschuss erste Ergebnisse vor. Als Fazit dieses Berichtes konnte der Kreisausschuss unter Leitung des Landrates Josef Niedermaier festhalten, dass die Jugendhilfe im Landkreis Bad Tölz– Wolfratshausen insgesamt gut aufgestellt ist und sich mit der Sozialraumorientierung auf dem richtigen Weg befindet. Trotzdem gibt es eine Reihe von Anknüpfungspunkten zur Prozessoptimierung, die nun im kommenden Jahr mit Unterstützung des IN/S/O bearbeitet werden sollen.
Die Veröffentlichung auf „Süddeutsche.de“ unter dem Titel: Jugendamt „super aufgestellt“ können Sie hier nachlesen: SÜDDEUTSCHE 24.11.15

Freie Träger und Jugendamt controllen Streetwork

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Das Jugendamt der Stadt Neuss will alle Förderbereiche mit einem unterjährigen Controlling erfassen, um die Steuerung in Kooperation zwischen freien Trägern und Jugendamt zu optimieren. In einem Pilotprojekt wurden in Zusammenarbeit mit den Fachkräften und IN/S/O Ziele, Indikatoren und Berichtswesen für die Aufgabe Streetwork entwickelt.

Mit fachlicher Begleitung und Moderation durch IN/S/O-Geschäftsführer Bruno Hastrich wurden aus SGB VIII, JHA-Beschlüssen und Fördervereinbarung die Wirkungsabsichten herausgearbeitet. In einer Balanced Scorecard wurden diese in Wirkungs-, Prozess- und Ressourcenziele übersetzt. Die Ziele wurden wiederum mit Indikatoren und Kennzahlen hinterlegt. In dem schlanken Berichtsformat sind ergänzend Steuerungsmaßnahmen bei Bedarf vorzuschlagen und deren Umsetzung zu reporten. In der dreijährigen Erprobungsphase werden die Berichte zum 30.6. und 31.12. durch die Fachkräfte erstellt und im gemeinsamen Steuerungsgremien von freien Trägern (Diakonie, SKM und SkF) und Jugendamt erörtert. Sie bieten zugleich das Gerüst für die Berichterstattung an den JHA. Der Ausschuss hat am 8. September 2015 das Ergebnis begrüßt. Es ist geplant, dieses Vorgehen auf weitere Aufgabenbereiche zu übertragen.
Nähere Einzelheiten können der JHA-Vorlage entnommen werden, die mit dem nachstehenden Link heruntergeladen werden kann: JHA 26-2015

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